Die jüngsten Marktturbulenzen haben natürlich auch nicht vor den Emerging Markets halt gemacht. Wir hatten Ihnen in den vergangenen Monaten immer mal wieder aufgezeigt, wie die Anlageströme hier aussehen. Insbesondere zum Jahresanfang waren hier kräftige Zuflüsse in die Emerging Markets zu verzeichnen, Wobei besonders stark Anlagen in EM-Bonds (ohne China) gesucht waren. Seit April zeigte sich hinsichtlich der Kapitalströme eine deutlich höhere Volatilität, die zuletzt auch wieder einen kräftigen Rückfluss aus den EM aufzeigte.

Besonders Leidtragender war dabei natürlich China, das nach der Bekanntgabe von US-Präsident Trump, auf die restlichen 300  Mrd. USD Waren aus China 10% Strafzölle erheben zu wollen, an einem Tag Abflüsse von rund 1 Mrd. USD verzeichnete. Aber die Abflüsse breiteten sich aus und trafen beispielsweise auch Indien mit Abflüssen in Höhe von 400 Mio.  USD oder Südkorea mit 270 Mio. USD.

Die Frage ist, wo geht das Geld nun hin? Ein Ziel wird relativ schnell deutlich. Denn zuletzt haben die Anleger wieder massiv nach den klassischen „sicheren Häfen“ gesucht. Einer davon bleibt der Schweizer Franken. Dieser verzeichnete sowohl gegen Dollar als auch gegen Euro zuletzt spürbare Aufwertungen. Was den Blick auf die Schweizerische Nationalbank lenkt, die als Franken-Hüterin auch darauf achten muss, dass ein zu starker Franken nicht zur Bremse für die heimische Exportwirtschaft wird.

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