[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Eurozone blüht auf – der Euro auch? Fragt man einen Amerikaner, kommt häufig eine optimistische Sicht auf den Dollar zum Vorschein. Darüber hinaus wird hervorgehoben, dass das Potenzial für Zinserhöhungen durch die Fed in Übersee unterschätzt wird und gleichzeitig negative Auswirkungen der unkalkulierbaren Politik des USPräsidenten überschätzt werden. Da ist sicher ein Körnchen Wahrheit dabei, aber im Augenblick sind es unbestritten positive Konjunkturdaten aus dem Euroraum, die erstmals nach drei Jahren die Meinung der Spekulanten zur Gemeinschaftswährung ins Positive gedreht haben. Die Welt ist nun Euro-long.[/vc_column_text][vc_column_text]Bislang galt die Losung, der europäische Arbeitsmarkt würde so viele freie Stellen aufweisen, dass gravierende Lohnrunden noch außen vor bleiben würden. Zuletzt stieg aber die Kerninflationsrate auf 1,2%, während sie in den USA auf 1,6% fiel. Rückt damit ein Ende der hyperexpansiven Geldpolitik der EZB näher und eine Fortsetzung der restriktiven Politik seitens der Fed in die Ferne?[/vc_column_text][vc_column_text]Nach vorliegenden Daten dürfte die Wachstumsdynamik in Euroland wohl nicht mehr weiter zunehmen. Die stärkere Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung kam vor allem aus dem seit 2014 relativ schwachen Euro und den seit 2015 noch günstigeren Bedingungen am Kapitalmarkt. Doch der Anstieg des Euro von 1,05 auf 1,12 Dollar dürfte etwas bremsen. Es kann also durchaus sein, dass die „Good News“ bereits im Kurs stecken, gerade wenn die Spekulanten schon die Plätze eingenommen haben und nichts mehr nachkommt. Daher könnten wir uns noch Kurse von bis zu 1,14 vorstellen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“17187″ img_size=“full“][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“17186″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Ein Blick hinter die Kulissen des Arbeitsmarkts macht klar, dass hier noch einiges an Angebotsreserven
schlummert, die spätestens dann zutage treten, wenn es erste Lohnrunden gibt. Ohne höhere Löhne kann aber die Kerninflationsrate nicht anziehen (die allseits diskutierten Zweitrundeneffekte). Die Warenpreise ohne Energie zeigen mit ihrem schon 15 Monate andauernden Rückgang als weiteres Indiz einen fehlenden Inflationsdruck. Kurz: Zinserhöhungen durch die EZB stehen wohl nicht vor der Tür.[/vc_column_text][vc_column_text]Zurück zu den USA: Hier kündigt sich unabhängig vom politischen Grundgeräusch eine höhere Kreditnachfrage an, was – zusammen mit dem Rückgang im Außenwert der eigenen Währung und den wieder tieferen Zinsen – zu einer erneuten Beschleunigung des Wachstums führen sollte. Und das wiederum wird in Zeiten von Vollbeschäftigung unweigerlich zu Lohnrunden führen (siehe rechte Grafik Seite 1). Die Allokation in den Portfolios dürfte sich dann erneut den USA zuwenden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
