[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Brexit wird immer mehr zur Farce. Das, was sich die britischen Parlamentarier in dieser Woche geleistet haben, dürfte in späteren Jahren sicherlich als eines der stärksten Beispiele herangezogen werden, wenn es um die Erklärung der um sich greifenden Politikverdrossenheit der Europäer gehen würde. Der von der britischen Regierung mit der EU ausgehandelte Brexit-Vertrag wurde vom britischen Unterhaus mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.[/vc_column_text][vc_column_text]Für die meisten Beobachter war dies an sich keine allzu große Überraschung. Denn im Vorfeld war überdeutlich geworden, dass sich die Briten bei ihrem Ausstiegsprojekt aus der EU heillos verrannt haben. Was allerdings auf dem europäischen Festland für größte Besorgnis sorgte, war der Umstand, wie deutlich die Ablehnung war. Aus Brüssel war danach zu hören, dass man zwar mit einer Ablehnung gerechnet habe, aber bei 20 oder 40 Gegenstimmen mehr durchaus Potenzial gesehen hätte, hier durch einige kosmetische Korrekturen am Vertragswerk das Kind doch noch nach Hause zu bringen.[/vc_column_text][vc_column_text]Nun sind es allerdings satte 230 Nein-Stimmen mehr gewesen und damit ist wohl jeglicher neuer Verhandlungsweg versperrt. Hinzu kam, dass Labour-Chef Jeremy Corbyn am Mittwoch die Gunst der Stunde, sprich die Niederlage von Theresa May, für eine Misstrauensabstimmung nutzen wollte. Diese überstand May, was eigentlich nicht anders zu erwarten war. Denn viele Torys haben zwar mit den Nein-Sagern gestimmt, wollen aber auf keinen Fall vorgezogene Neuwahlen, da sie dann um ihre Parlamentssitze fürchten müssten.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Die Premierministerin will bzw. muss am kommenden Montag den so genannten Plan B für einen Brexit präsentieren. Doch selbst engste Vertraute haben keine Ahnung, wie solch ein Plan aussehen könnte, wahrscheinlich die Premierministerin selbst auch nicht. Damit bleibt die britische Politik ein Tollhaus und innenpolitische Grabenkämpfe werden weiterhin das Brexit-Projekt in Geiselhaft nehmen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“28862″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Die EU selbst hat die undankbare Rolle, momentan nur als Zaungast zuschauen zu können. Wir hatten Ihnen bereits im vergangenen Jahr schon einmal nebenstehende Grafik gezeigt, welche Optionen es nun nach dem Nein-Votum des Parlamentes für den weiteren Fortgang der Geschehnisse geben könnte. Von aktueller Warte aus dürften derzeit nur noch die Optionen neue Verhandlungen oder zweites Referendum als wahrscheinlich gelten. Doch selbst diese müssten hohe Hürden überwinden, wobei Nachverhandlungen von Seiten der EU bislang kategorisch abgelehnt werden. Unsere Annahme: Wir würden damit rechnen, dass Großbritannien mit der EU um eine Verlängerung der Austrittsverhandlungen feilschen dürfte. Denn ein von jetzigem Standpunkt aus einzig möglicher harter Brexit würde nur Verlierer kennen, auch wenn wohl die meisten europäischen Unternehmen sich inzwischen auf solch ein Szenario weitestgehend eingestellt haben dürften.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
Der Brexit wird immer mehr zur Farce.
Von © ICM Concept GmbH|2019-01-18T12:09:13+01:0017.01.2019|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Der Brexit wird immer mehr zur Farce.
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