Augenscheinlich rückt die erfolgreiche Fusion des Gasespezialisten Linde mit seinem amerikanischen Wettbewerber Praxair in greifbare Nähe. Nachdem beide Unternehmen bekanntlich in den vergangenen Monaten zahlreiche Asset-Verkäufe bestätigt hatten, gab es vor wenigen Tagen die Zustimmung der chinesischen Wettbewerbsbehörden. Allerdings wurde das im Markt nur wohlwollend zur Kenntnis genommen. Denn die wichtigste Zustimmung steht noch aus, die in Amerika.

Doch auch dort könnte es nun zu einem Durchbruch gekommen sein. Denn nach Marktinformationen sollen Linde und Praxair zugestimmt haben, weitere Assets an ein Konsortium aus der Messer Group GmbH und dem Private-Equity-Investor CVC Capital Partners zu verkaufen. Dabei geht es nach vorliegenden Informationen um Assets im Gesamtwert von rund 200 Mio. USD, die bislang rund 20 Mio. USD an Gewinnen generierten.

Mit diesem Verkauf könnte nun das Tor aufgestoßen worden sein, dass die zuständige Federal Trade Commission in den USA auch ihre  Zustimmung zur Fusion gibt. Bislang hatten Linde und Praxair zugestimmt, ein Gesamtpaket von rund 3,3 Mrd. USD an Assets in den USA zu verkaufen, um die gemeinsame Marktstellung in Nordamerika zu verringern. Der jüngste Verkauf könnte hier nun endlich den gewünschten Effekt bei den Wettbewerbshütern auslösen.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren