Erinnern Sie sich noch an den alten Gassenhauer „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld“? Dieses Lied kommt uns nun wieder in dem Sinn, wenn man eine Zwischenbilanz zieht zu den angekündigten finanziellen Rettungsmaßnahmen, mit denen weltweit die Staaten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie in Schach halten wollen. Die Summen, um die es dabei geht, lassen eigentlich jeden halbwegs rational denkenden Menschen sprachlos zurück schier ihrer Größenordnungen.

Weitergedacht: Das ist alles Geld, was ja irgendwo herkommen soll. Aus aktuellen Steuereinnahmen eher nicht, wo die globale Wirtschaft  mindestens in den nächsten Monaten weiterhin extrem starke Abschläge zu verzeichnen hat. Deshalb sind alle diese Rettungsprogramme im wahren  Sinn des Wortes „Anleihen“ auf die Zukunft folgender Generationen. Hier würden wir sogar eher sagen, es sind ungedeckte Schecks.

Wir hatten an dieser Stelle schon einmal die Frage gestellt, wie diese Riesensummen auf absehbare Zeit wieder eingefangen werden sollen. Wobei man  sicherlich unterscheiden muss. Denn schaut man auf die Programme im Rahmen der Finanzkrise/Eurokrise, stellte die Schlussbilanz ja auch da, dass  hier deutlich weniger Geld tatsächlich in die Hand genommen werden musste als es die entsprechenden Rettungstöpfe vermuten ließen. Diese blieben  insbesondere in Europa relativ unausgeschöpft, weil gerade die EZB sehr schnell als „Last Resort“ mit ihren Anleihenkäufen auftrat. Zusätzlich dazu  hatte sich ja bekanntlich beim Krisenfall Griechenland auch der IWF mit eingeschaltet.

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