Johnson & Johnson: Rechtskosten drücken

//Johnson & Johnson: Rechtskosten drücken

Johnson & Johnson: Rechtskosten drücken

Die derzeitigen gerichtlichen Auseinandersetzungen um möglicherweise krebserregende Inhaltsstoffe bei Babypuder haben dem Quartalsergebnis von Johnson & Johnson kräftig zugesetzt. Hinzu kam, dass man mehr als 400 Mio. USD zahlen musste, um ebenfalls juristische Auseinandersetzungen (35.000 Fälle) bezüglich des Blutverdünnungsmedikamentes Xarelto beizulegen. So meldete der  Gesundheitskonzern am Ende einen Gewinnrückgang um 14% auf 3,75 Mrd. USD. Allerdings: Auf der Basis Gewinn je Aktie konnte Johnson  & Johnson bereinigt 2,10 USD ausweisen, deutlich mehr als die Markterwartungen von 2,03 USD je Aktie.

Eine positive Überraschung lieferte der Konzern auch beim Umsatz. Dieser kletterte zwar nur marginal von zuvor 20,01 Mrd.  USD auf 20,02 Mrd. USD. Hier hatte der Markt allerdings mit einem Rückgang auf 19,61 Mrd. USD gerechnet. Der Hauptteil der Umsätze  kommt dabei weiterhin aus dem Segment verschreibungspflichtiger Medikamente, die besser als erwartet liefen. Die Überraschung war  hierbei insbesondere, dass die Umsätze zulegen konnten, obwohl ein wichtiges Prostata-Krebs-Medikament seinen Patentschutz verloren hatte und entsprechend durch Generika-Präparate unter Druck gesetzt wurde. Das Präparat Zytiga musste zwar einen  Umsatzrückgang um fast 20% im Quartal hinnehmen, dies war allerdings weniger stark als befürchtet. Außerdem konnten andere Medikamente wie beispielsweise der Entzündungshemmer Stelara in die Bresche springen.

Während es operativ also recht ansprechend lief, summierten sich in den vergangenen Monaten die Rechtskosten. Im ersten Quartal 2018  gab es diese faktisch nicht, im vierten Quartal musste Johnson & Johnson schon 1,29 Mrd. USD für die Beilegung verschiedener Verfahren  auf den Tisch legen, aktuell kamen noch einmal 423 Mio. USD obendrauf. Dabei hat Johnson & Johnson sogar noch etwas Glück. Denn  bezüglich Xarelto teilt man sich den insgesamt 775 Mio. USD schweren Vergleich mit dem Partner Bayer.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren
By |2019-04-19T12:00:51+00:0018.04.2019|Categories: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Johnson & Johnson: Rechtskosten drücken

About the Author:

Die ICM concept GmbH arbeitet eng mit ihrer Muttergesellschaft, der ICM Investmentbank AG, in den Bereichen Research, Information und Finanzanlagen zusammen. Gemeinsam mit ihr nutzt sie die über viele Jahre erworbene Expertise in den Segmenten des Assetmanagement und der Vermögensverwaltung, um gezielt marktrelevante Informationen aufzubereiten und zugänglich zu machen. Weitere Infos unter www.i-c-m-concept.com.

ICM IN DEN TOP 10 DER PERFORMANCESTÄRKSTEN GELDMANAGER ÜBER 5 JAHRE

Unsere stete Suche nach noch besseren Strategien und Lösungen hat sich bezahlt gemacht: Im Ranking der Wirtschaftswoche belegt die ICM InvestmentBank AG den 5ten Platz der performancestärksten Geldmanager über fünf Jahre. Für uns kein Grund sich auszuruhen, sondern Anreiz, für unsere Kunden eine noch bessere Performance zu erreichen.

ANLEIHEN AKTIV GEMANAGT

Wir kombinieren Ihre Vorgaben zu Ihrem Anlagevolumen, Risikobudget und benötigtem Cashflow mit unserer Expertise zu Ländern, Branchen, Unternehmen und den verschiedenen Anleihe-Formen und entwickeln so Ihr individuelles Anleihen-Depot, das Erträge auch in unterschiedlichsten Marktlagen generieren kann. Und noch ein Vorteil unserer Anleihendepots: Über unsere Vermögensverwaltung diversifizieren wir in eine Reihe von Anleihen, weil wir uns - anders als andere - gerade nicht an Mindeststückelungen orientieren müssen. Damit vermeiden wir Klumpenrisiken.

PORTFOLIEN MIT AKTIEN UND AKTIENOPTIONEN

Unser international ausgerichtetes Aktienuniversum wird von einem eigenen Investmentteam ständig aktualisiert. Die Auswahl von 15 Titeln, die wir in die Kundenportfolios dann übernehmen, beruht auf der Übersetzung, dass diese besser als andere in der jeweiligen Peergroup abschneiden werden. Gleiches gilt für den ergänzenden Einsatz von Aktienoptionen. Eine Anpassung an veränderte Marktbedingungen kann so zeitnah erfolgen. Fokussierung geht hier im Sinne von Risikomanagement vor Individualität.