Es ziehen dunkle Wolken am Himmel der Emerging Markets auf. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es zu einem Gewitter kommt. Aber man sollte vorgewarnt sein. Alles dreht sich um die Frage, ob sich hier die Geschichte wiederholen könnte. Wobei eine Jahreszahl besonders fällt – 2013.

Dabei gibt es unübersehbare Parallelen. Auch damals stand die US-Notenbank vor der Frage, wie sie die vorhergehenden Anleihenkäufe beenden und eine Zinswende einleiten könnte. Nachdem der damalige Fed-Chef Ben Bernanke ankündigte, die Anleihenkäufe möglichst schnell zu reduzieren, kam es zum inzwischen bekannten „Taper Tantrum“, was man in gewisser Weise als „Wutanfall“ übersetzen kann. Mit der Folge, dass die Zinsen zumindest kurzfristig massiv anstiegen und es zu erheblichen Kursverlusten bei Anleihen kam.

Auch jetzt steht die US-Notenbank vor der Herausforderung, den Markt in der Perspektive auf eine Trendwende einzustimmen. Die jüngsten Aussagen dazu zeigen zwar, dass mit echten Zinserhöhungen von Seiten der Notenbank erst wohl 2023 zu rechnen ist. Doch wir haben an dieser Stelle auch schon des Öfteren argumentiert, dass der erste Schritt dahin, die Reduzierung der Anleihenkäufe, womöglich dem Markt in einen kurzfristigen Schockzustand bringen könnte.

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