Die Tonlage zwischen China und den USA bleibt rau. Wer gedacht hatte, dass mit einem US-Präsidenten Joe Biden es zwar weiterhin in der Sache hart, in der Wortwahl aber wieder moderater zugehen wird, hat aufs falsche Pferd gesetzt, im Gegenteil:

Spätestens seit dem chinesischen Volkskongress ist klar, dass sich China seiner Stellung in der Welt wohl bewusst ist und diese auch mit Macht festigen will. Dabei ist die Tatsache, dass sich das Reich der Mitte laut seinem nächsten 5-Jahres-Plan stärker auf den Binnenmarkt konzentrieren will, kein Widerspruch. Denn:

China hat erkannt, dass man erst im Inneren Stärke gewinnen muss, ehe man auf der globalen Bühne einen entsprechenden Führungsanspruch formuliert. Dabei wird nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene mit harten Bandagen gekämpft. Denn wer eine geopolitische Führungsrolle einnehmen will, braucht auch einen stabilen und wachsenden Kapitalmarkt. Da kommen die derzeitigen Entwicklungen in den USA fast schon als Unterstützung.

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