Die Stimmung bei den Konsumenten wird deutlich schlechter. Das gilt insbesondere für die deutschen Verbraucher, bei denen die jüngsten Inflationszahlen in offensichtlicher Weise Wirkung zeigen. Hatte es im Februar und März so eine kleine aufkeimende Konsumstimmung gegeben, ist diese für den April nicht nur wieder rückläufig, sondern regelrecht eingebrochen.

Wie die jüngsten Einzelhandelsumsätze aus Deutschland zeigen, gingen diese im April gegenüber dem Vormonat um nominal 4,7% zurück, real unter Einschluss der Preisbereinigung sogar um 5,4%. Das ist natürlich ein deutliches Warnsignal auch für das Wirtschaftswachstum. Denn wenn sich solch eine Entwicklung verstetigt, ist schlichtweg nicht vorstellbar, dass sich daraus ein positives Wirtschaftswachstum ergeben kann. Zwar hat das BIP hierzulande wie auch in der gesamten Eurozone keine so große Abhängigkeit wie beispielsweise in den USA. Aber durchschnittlich sprechen wir hier immer noch bei der BIPVerwendung von einem Anteil des privaten Konsums im Bereich von über 50%.

Letztlich kann man es auf die einfache Formel bringen: Tun die Bundesregierung bzw. übergeordnet die EU-Kommission und letztlich auch die EZB nichts gegen die derzeit galoppierende Inflation, wird die Stimmung bei den Konsumenten weiterhin schlecht bleiben und wahrscheinlich sich sogar noch weiter verschlechtern. Da wird auch das derzeit initiierte Hilfsprogramm mit geringeren Treibstoffsteuern und 9-EuroTicket nichts ändern.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren