Die Aggression Russlands in der Ukraine bestimmt nach wie vor das Tagesgeschäft. Abseits von den sich überschlagenen Schlagzeilen in den Medien setzt sich allerdings inzwischen an den Finanzmärkten ein großes Stück Pragmatismus durch. Will heißen: Die Aussichten einer neuen Welt- bzw. Kräfte-Ordnung werden zunehmend besser prognostizierbar. Sicherlich nicht mit angenehmen Ergebnissen, aber das spielt für die Börse nicht die ausschlaggebende Rolle.

An dieser Stelle muss man es noch einmal ganz genau sagen und auf den Punkt bringen: Das gefährlichste für die Kapitalmärkte sind Unsicherheiten. Sie sind es, die für Kursverluste, Crashs oder was auch immer sorgen. Lichtet sich der Staub und wird absehbar, wo es in Zukunft hingehen könnte, wird neu bewertet, werden die Chancen und Risiken sortiert und dann wird auch wieder investiert. Vielleicht sind wir noch nicht gerade an diesem Punkt angelangt, aber er rückt auch in diesem Fall in greifbare Nähe.

Ein Kern dieser Überlegungen bildet die Frage, wohin es mit den Rohstoff-Preisen geht, insbesondere für Öl und Gas. Denn abseits aller politischen Absichtserklärungen zum Umbau in Richtung erneuerbare Energien bleibt es dabei: Wirtschaftsaufschwung zum jetzigen Zeitpunkt bzw. sogar nur Wirtschaftsstabilität kann es nur mithilfe halbwegs günstiger fossiler Brennstoffe geben.

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