Der chinesische Anleihenmarkt scheint derzeit ein extrem heißes Pflaster für Investoren zu sein. Erst vor wenigen Tagen warnte der straucheln Immobilienkonzern Evergrande, dass es zu einem Zahlungsausfall auf die ausstehenden Dollar-Anleihen kommen könnte. Nun reiht sich auch Kaisa ein, die nach Angaben der Ratingagentur Fitch eine Anleihe von 400 Mio. USD mit Stichtag 7. Dezember nicht zurückgezahlt habe.

Doch so langsam scheint auch bei den chinesischen Offiziellen ein Umdenken stattzufinden. So wird berichtet, dass die Branchenorganisation National Association of Financial Market Institutional Investors (NAFMII) Investors erklärt habe, qualifizierte Immobilienentwickler bei der Platzierung weiterer Anleihen zu unterstützen, um damit sowohl neue Immobilienprojekte als auch bestehende finanziell abzusichern. Selbst bei Evergrande gibt es nun überraschenden Support zumindest von einer Provinzregierung mit der Maßgabe, Unterstützung bei der Restrukturierung zu leisten.

Das interessanteste dabei ist allerdings, dass im Markt institutionelle Adressen, insbesondere Vermögensverwalter, bereit sind, wieder mehr Hartwährungs-Anleihen von chinesischen Firmen, und auch von Immobilienfirmen, zu kaufen. Dies, nachdem die Nachfrage nach solchen Wertpapieren im November auf ein 27-monatiges Tief gefallen war. So konnte beispielsweise Greenland Holdings Anfang der Woche einen Dollar-Bond verkaufen, der erste seit zwei Monaten. Insgesamt zeigt sich insbesondere im Sekundärmarkt eine deutliche Nachfrage.

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