Die Aussicht auf noch lange Zeit billiges Geld von der US-Notenbank Fed und positiv aufgenommene Geschäftszahlen hatten gestern noch für Kauflaune an den US-Börsen gesorgt. Die Fed hält in der von der Corona-Pandemie ausgelösten Rezession den Zins nahe Null und die Tür für weitere Krisenhilfen weiter offen und fährt wie schon in den letzten Monaten sozusagen auf Sicht.

Von einer schnellen Erholung geht aber nun keiner mehr aus. Mit Recht macht sich die US-Notenbank auch keine Hoffnung, dass der schwache Dollar dem Land in dieser Phase nennenswert hilft. Im US-Congress zeichnet sich unterdessen ein schwieriges Ringen um ein weiteres Corona-Hilfspaket ab.

Vertreter der Regierung und führende Kongressabgeordnete der Demokraten versuchten zwar, Streitpunkte aus dem Weg zu räumen. Schon morgen läuft die zusätzliche staatliche Unterstützung für Menschen aus, die in der Coronakrise ihren Arbeitsplatz verloren haben. Darüber hinaus hat die Pandemie lediglich strukturelle Trends beschleunigt, die bereits im Gange waren: Zum Beispiel hatte die Verlagerung zum Home Office und der Niedergang des herkömmlichen Handels lange vor dem Virus begonnen. Diese wichtigen strukturellen Trends werden sich mit oder ohne Pandemie fortsetzen. 

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