Auf Nummer sicher! So könnte man vielleicht den jüngsten Zinsschritt der US-Notenbank am Mittwoch dieser Woche charakterisieren.  Denn wenn man auf das fundamentale Umfeld schaut, wäre dieser Schritt nicht zwingend notwendig gewesen. Dies lässt sich einerseits am  BIP-Wachstum festmachen, dass für die USA mit 1,9% besser als erwartet ausfiel (Erwartung 1,6%). Hinzu kommt, dass auch die neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt dafür sprechen, dass die Situation mit rekordtiefen Arbeitslosenquoten weiterhin stabil bleibt.

Kein Wunder also, dass im Nachgang der Zinsentscheidung auch signalisiert wurde, dass es nun erst mal eine Pause geben könnte. Damit  prescht die Fed sicherlich etwas vor, weil der größte Risikopunkt, der Handelsstreit zwischen den USA und China, immer noch nicht offiziell  gelöst ist. Aber höchstwahrscheinlich verfügen die Notenbanker über die entsprechenden Daten, dies erst einmal zu rechtfertigen.

Was bedeutet das am Ende für den Markt? Dieser hatte im Vorfeld zwar schon so etwas befürchtet, dass nun die aktuelle Zinssenkungsphase pausieren wird. Aber die negativen Einflüsse auf die derzeitige Kursbildung blieben äußerst überschaubar. Was wohl nichts anderes heißt, als dass der Markt angesichts der in den Hintergrund tretenden Probleme (Handelsstreit, Brexit) die aktuell verlaufene Berichtssaison zum Anlass nimmt, hier ein wenig der bisherigen Historie nachzueifern. Und das bedeutet, dass der November  und der Dezember wohl recht solide, vielleicht sogar sehr gute Börsenmonate werden könnten. 

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