Ein Blick auf die andere Seite des Atlantiks. Beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re lief es im ersten Halbjahr nicht sonderlich gut. Das Unternehmen musste einen Verlust von 1,1 Mrd. USD ausweisen. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Denn hier wirkte sich insbesondere die Corona-Pandemie negativ aus. Hätte die Swiss Re entsprechend keine Pandemie-Schäden regulieren müssen, wäre ein Konzerngewinn von rund 0,9 Mrd. USD angefallen.

Konkret meldete die Swiss Re bezüglich der Covid-19-Krise Schäden in Höhe von 1,5 Mrd. USD aus der Schadenrückversicherung und 0,5 Mrd. USD aus dem Geschäft mit großen Unternehmen. Wobei der Großteil dieser Schäden erst einmal Rückstellungen für  eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden sind. In der Leben-Rückversicherung betrug die Schadenbelastung 0,5 Mrd. USD. Auch hier war es insbesondere die hohe Anzahl von Todesfällen in den USA und Großbritannien, die auf das Ergebnis drücken.

Immerhin gab es einen kleinen Lichtblick: Denn der Rückversicherer konnte nun den Vollzug des Verkaufs der Tochter Reassure in Großbritannien melden. Bereits Ende 2019 hatte man einen entsprechenden Deal bekannt gegeben, für den die Swiss Re 1,2 Mrd. GBP in bar und Aktien erhalten hat.

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