Die brasilianische Embraer bleibt ebenfalls auf unserer Dispositionsliste. Bekanntlich platzte im vergangenen Jahr die geplante Übernahme durch Boeing. Seit der Zeit muss sich das Unternehmen, das neben Militärgütern vor allem Flugzeuge mittlerer Größenklasse herstellt, alleine durchschlagen. In gut einem Monat sind die Ergebnisse zum vierten Quartal avisiert. Aktuell geht der Marktkonsens davon aus, dass das Unternehmen einen Verlust die Aktie von umgerechnet 0,08 USD$ ausweisen wird.

Dies wäre ein Riesenfortschritt gegenüber den Zahlen aus dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2020. Auch bei den Umsatzzahlen rechnet man mit einem deutlichen Sprung auf rund 1,6 Mrd. USD. Das wäre ein sequenzielles Wachstum von mehr als 100%, allerdings noch unter den Zahlen des Vorjahres.

Wenn man auf das neue Jahr schaut, ist klar, dass hier die Erwartungen nicht in den Himmel wachsen können. Zwar wird beim Umsatz mit leichten Verbesserungen gerechnet. Das gilt auch beim Ergebnis. Unter dem Strich dürfte Embraer allerdings auch in diesem Jahr weiter in der Verlustzone bleiben. Deshalb stehen hier weitere Kostensenkungen auf dem Programm. Darüber hinaus konnte Embraer dieser Tage mit der Meldung punkten, im vierten Quartal insgesamt 71 Flugzeuge ausgeliefert zu haben. Im gesamten Jahr 2020 waren es 130 Jets. Man kann also von einer klaren Belebung des Geschäftes sprechen. Der derzeitige Auftragsbestand summiert sich auf 14,4 Mrd. USD.

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