Die Börsianer müssen sich derzeit mit vielen Krisenherden und Risiken herumschlagen. Einerseits der mögliche Pleitefall Evergrande, andererseits die Fed-Sitzung in dieser Woche. Kaum gibt es bei beiden Themen so eine Art Entwarnung, poppt auch schon das nächste Problem auf – die Verhandlungen über den amerikanischen Staatshaushalt.

Man möchte sagen „alle Jahre wieder“. Denn der Streit um die jeweiligen Haushaltsgesetze und seit vielen Jahren damit einhergehend auch die entsprechenden Ausweitungen der Schuldengrenzen gehören inzwischen zum Standard-Repertoire der politischen Auseinandersetzung zwischen Demokraten und Republikanern. Wobei der aktuelle Streit, der inzwischen schon seit mehreren Monaten tobt, von besonderer Brisanz ist.

Denn wenn der Haushalt von Präsident Joe Biden so durchgeht, würde die Staatsverschuldung auf einen Schlag von 28,5 Bio. auf 32 Bio. USD hochspringen und sich damit die Verschuldungsquote der auch psychologisch interessanten Marke von 150% nähern. Aber die Biden-Administration ist geradezu verdammt dazu, hier den Großteil ihres Entwurfs durchzubekommen. Denn er ist Grundlage für die ganzen Ankündigungen und Gesetzesvorhaben, die Joe Biden schon ins Spiel brachte.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren