Eine Welle rollt durch Europa – aber diesmal sprechen wir nicht von Corona. Vielmehr geht es darum, dass viele europäische Unternehmen den Jahresanfang dafür genutzt haben, um sich massiv mit Kapital zu versorgen, sowohl Eigen- als auch Fremdkapital.

Die Gründe dafür mögen im Detail recht unterschiedlich gewesen sein. Unternehmen wie TUI haben es aus schlichter Not heraus getan, Firmen wie Delivery Hero zur Finanzierung ihres weiteren Wachstums. Viele andere haben schlicht die aktuellen Chancen genutzt, um sich auf mögliche Änderungen des Kapitalmarkt- wie des operativen Umfeldes vorzubereiten. Das interessante daran ist, wie aufnahmefähig der Kapitalmarkt selbst ist.

Allein im Januar gab es in Europa 329 Kapitalerhöhungen mit einem Gesamtvolumen von fast 48 Mrd. USD. Sowohl nach Volumen als auch nach Anzahl war das der höchste Wert seit 2015 (jeweils Januar). Bei Anleihen-Emissionen von staatlichen Emittenten und von Unternehmen kam im Januar ein Gesamtwert von 314 Mrd. USD heraus und bei Börsengängen immerhin noch 6,6 Mrd. USD.

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